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Tradition einer Horwer Quartierschule geht zu Ende

Einst waren es 200 Kinder, heute besuchen noch 32 das Schulhaus Biregg Horw. Deshalb wird auf Ende dieses Schuljahres das Quartierschulhaus geschlossen. Dir Bireggler werden künftig im Horwer Schulhaus Allmend unterrichtet. In diesen letzten Tagen herrscht auf Biregg eine ganz spezielle Atmosphäre zwischen Wehmut und Aufbruch.

Im Sommer 1968 konnten 200 Kinder in das neu gebaute Schulhaus Biregg einziehen. Im Zuge der demographischen Entwicklung dieses Horwer Quartiers an der Stadtgrenze zu Luzern sind die Schülerzahlen in den letzten Jahren aber sehr stark zurückgegangen. Aktuell sind es nur noch 32 Kinder, die in zwei altersgemischten Klassen (Kindergarten bis 3. Klasse sowie 4. bis 6. Klasse) unterrichtet werden. Ähnlich einer Gesamtschule irgendwo auf der Landschaft sind die zwei Biregg-Klassen wie eine grosse Familie. Nicht nur im Unterricht, auch bei Projekten oder Ausflügen lernen die Kleineren von den Grössen und umgekehrt. Idyllisch zwar, aber aus schulorganisatorischer und –ökonomischer Sicht aufwändig!

45 Kinder wären das Minimum
Einwohnerrat und Gemeinderat haben 2007 festgelegt, dass der Standort Biregg nicht weitergeführt wird, wenn die Schülerzahlen unter 45 Kinder sinken. Das ist jetzt der Fall und eine Besserung ist nicht in Sicht. Deshalb haben die Behörden – im Dialog mit der Lehrerschaft, den Eltern und dem Quartier – beschlossen, das Schulhaus auf Ende Schuljahr 2009/10 zu schliessen. Für die heutigen und künftigen Kinder aus dem Bireggquartier konnte eine gute Lösung gefunden werden. Sie werden künftig im Schulhaus Allmend unterrichtet, für den Transport werden die VBL im Auftrag der Gemeinde einen Schulbusbetrieb führen.

Abbrechen und Aufbrechen
In diesen letzten Tagen herrscht auf Biregg eine ganz spezielle Atmosphäre. „Es ist eine Mischung zwischen Wehmut und Zuversicht, zwischen Abschied und Aufbruch“, umschreibt Schulleiterin Eva Heer die Gefühlslage der Kinder und der Lehrpersonen. „Diese kleine Schule war wirklich etwas ganz Spezielles, aber es ist natürlich klar, dass sich angesichts der hohen Kosten eine Gemeinde eine solche Klein-Schule nicht leisten kann.“ Im Moment wird eingepackt, abgeschlossen, gezügelt, aber auch das neue Schulhaus besichtigt und die erste Fahrt mit dem neuen Schulbuch zurückgelegt.

Biregg-Sonne soll weiterhin leuchten
Die Lehrpersonen legen grossen Wert auf eine sorgfältige Gestaltung dieses Übergangs, was von den Kindern und den Eltern geschätzt wird. Schliesslich gibt es am Donnerstag, 8. Juli 2010 einen feierlichen Schlusspunkt mit. Was der Schulleiterin im Moment bleibt, ist die Hoffnung, dass die Sonne im Logo des Bireggschulhauses weiterhin leuchten wird – für die Kinder im neuen Schulalltag und für das Bireggquartier als Lebens- und Wohnraum…

Neue Nutzung
Der Gemeinderat Horw ist glücklich, dass für das Schulhaus Biregg eine kluge und sinnvolle neue Nutzung gefunden werden konnte. Im Schulhaus wird das Bildungsdepartement des Kantons neu Brückenangebote unterbringen. Ein entsprechender Vertrag ist zwischen der Gemeinde Horw und dem Kanton Luzern unterzeichnet und vom Kantonsrat an der letzten Session verabschiedet worden.

Bild: Schulhaus Biregg
 

Datum der Neuigkeit 6. Juli 2010

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